Bedeutung der Almwirtschaft
Gut für Mensch und Tier: die Almen
„Geht der Mensch, kommt der Wald“. Dies ist ein unter Älplern oft gehörter Spruch. Unsere Almlandschaft ist nämlich das Ergebnis einer jahrhundertelangen Nutzung durch den Menschen.
Südtirols Almen sind Kulturlandschaft
Ohne Bewirtschaftung, d.h. ohne die Beweidung mit Pflanzenfressern, würde ein Großteil der Almlandschaften Südtirols unweigerlich zuwachsen. Almweiden wandeln sich langsam wieder in Wald um. Dieser Prozess ist alpenweit und auch in Südtirol bereits zu beobachten. Die Klimaerwärmung facht das Pflanzenwachstum zusätzlich an.
Almweiden sind Hotspots der Biodiversität
Extensiv genutzte Almweiden zeichnen sich durch eine sehr hohe Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten aus. Werden Offen- oder Waldflächen in denselben Höhenlagen nicht beweidet, sinkt die Artenvielfalt im Normalfall.
Almlandschaften sind Erholungsraum
Halboffene Landschaften werden von Erholungsuchenden als attraktiv wahrgenommen und gezielt aufgesucht.
Die positive Wirkung der Beweidung auf den Wasserhaushalt
Beweidete Flächen haben eine erhöhte Wasserspeicher-Kapazität und einen verminderten Oberflächenabfluss.
Almflächen schützen aufgrund des geringeren Oberflächenabflusses vor Erosion.
Die Funktion der Almwirtschaft auf den Heimbetrieb
Die Alpung wirkt sich positiv auf die Gesundheit der gealpten Tiere aus.
Die Sömmerung der Weidetiere senkt den Futterverbrauch auf den Heimbetrieben und entlastet deren Bewirtschafter.
Erholungsraum Alm
Halboffene Landschaften werden von Einheimischen sowie Touristen und Touristinnen besonders gerne aufgesucht. Die Almregion mit den offenen oder leicht bestockten Weiden, das Waldweidegebiet und natürlich der Bereich rund um die Waldgrenze sind bei Erholungssuchenden besonders begehrt. In manchen Gebieten finden sich im Sommer täglich unzählige Personen ein, lokal scheint die obere Belastungsgrenze erreicht zu sein.
Rinder, Ziegen und Schafe fühlen sich auf den Almweiden besonders wohl, die positiven Auswirkungen der Sömmerung auf die Gesundheit der Weidetiere ist vielfach nachgewiesen und unbestritten.