Naturerlebnisweg Zans
Der Rundweg Zans ist südtirolweit der erste rollstuhlgerecht angelegten Naturerlebnisweg. Mit der Verwirklichung dieses Projektes wurde ein Grundstein gelegt, zukünftig mehr auf die Bedürfnisse geh- und sehbehinderter Menschen einzugehen und andere Bauträger in dieser Hinsicht zu sensibilisieren.
Rastplätze und Sicherheitsvorkehrungen
Die Steigung beträgt maximal 7 bis 8 Prozent. Nach längeren Anstiegen sind genügend flache Rastplätze eingeplant, die zum Teil mit rollstuhlgerechten Tischen ausgestattet sind. Der Weg ist ohne Querneigung ausgeführt und weist auf der gesamten Länge eine Mindestbreite von 1,5 m auf, damit 2 Rollstühle gut nebeneinander Platz finden. Um Abstürze zu vermeiden, wird der gesamte Weg talseitig von einem kleinen Schutzwall begleitet. Dadurch mussten mehr Wasserauskehren eingeplant werden. Sämtliche Auskehren sind befahrbar und mit Gitterrosten abgedeckt. Außerdem wurde eine kompakte Deckschicht mit möglichst wenig losem Schottermaterial auf dem rund 3 km langen Weg aufgebracht. An gefährlicheren Stellen wurden zusätzlich Zäune errichtet.
Instandhaltung arbeitsintensiv
Der Aufwand für die Instandhaltung des Weges ist groß: Die Wege müssen periodisch gewalzt werden, da der Regen das Feinmaterial (Bindemittel) aus der Deckschicht ausschwemmt. Hohe Streuauflagen oder Äste müssen nach einem Sturm weggekehrt werden. Beim Säubern der Auskehren müssen die Gitterroste abgeschraubt werden.
Die Agentur Landesdomäne will mit dem Naturerlebnisweg Zans auch Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen oder einfach nur dem ungeübten Wanderer die Möglichkeit bieten, diese einzigartige Natur- und Kulturlandschaft kennen zu lernen.