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Vielfalt im Wald

Der Wald ist eines der artenreichsten und komplexesten Ökosysteme unserer Landschaft. In Südtirol prägt er nicht nur das Erscheinungsbild des Landes, sondern bietet auch Lebensraum für eine beeindruckende Vielfalt an Pflanzen, Tieren, Pilzen und Mikroorganismen.

Die Pflanzen bauen den Wald auf

In unseren Wäldern kommen viele Gruppen von Pflanzen vor: Neben den Bäumen auch Sträucher, Gräser, Farne, Kräuter, Stauden, Moose, Algen und Flechten.

Viele Tiere wohnen im Wald

Wussten Sie, dass in einem Laubmischwald über 10.000 verschiedene Arten leben?

Der Lebensraum Wald bietet auch Wohnraum für viele wildlebende Tiere. Sie finden im Wald ihre Nahrung, ihren Unterschlupf, die Gelegenheit, sich fortzupflanzen und die Jungen aufzuziehen.

Die Tiere im Wald sind auf unterschiedlichster Art und Weise mit anderen Tieren und mit den verschiedenen Pflanzen im Wald vernetzt. Pflanzen sind auf Tiere angewiesen, um sich fortzupflanzen oder um ihre Samen zu verbreiten. Aber auch Tiere sind auf Pflanzen angewiesen, um Nahrung oder Unterschlupf zu bekommen.

Der Wald ist voller Pilze

Wussten Sie, dass es in Südtirols Wäldern 2.000 verschiedene Pilzarten gibt?

Die Pilze, die wir an Baumstämmen oder am Waldboden sehen, sind nur die Fruchtkörper des verborgen lebenden Pilzes.Der eigentliche Pilz besteht aus feinen, weißlichen Fäden, den Pilzfäden.
Pilze besitzen kein Blattgrün und müssen sich deshalb energiereiche Stoffe von anderen Lebewesen holen. Einige Pilze machen dies, indem sie mit den Wurzeln der Bäume eine Lebensgemeinschaft eingehen (Mykorrhiza). Viele hundert unterirdische Pilzfäden umschlingen die Wurzeln des Baumes und beschaffen dem Baum Wasser und Mineralsalze aus dem Boden, während der Baum dem Pilz energiereiche Stoffe zur Verfügung stellt.
Viele Fruchtkörper unserer einheimischen Pilze sind beliebte Speisepilze. Um dieses hochempfindliche Netz von Pilzfäden im Waldboden nicht zu zerstören, müssen beim Pilzesammeln bestimmte Regeln eingehalten werden. In Südtirol dürfen nur an geraden Wochentagen Pilze gesammelt werden.

Im Waldboden ist sehr viel los

Wussten Sie, dass unter einem Hektar Waldboden bis zu 4 Tonnen Bodenlebewesen vorkommen?

Am Waldboden sammelt sich jedes Jahr im Herbst eine Menge von Blättern und Nadeln. Eine große Anzahl an kleinen Bodenlebewesen leben von diesen anfallenden Stoffen. Gleichzeitig erfüllen diese Bodenlebewesen eine unverzichtbare Aufgabe im Kreislauf des Waldes. Sie zersetzen die toten tierischen und pflanzlichen Stoffe soweit, bis ihre Grundelemente wieder über die Wurzeln der lebenden Pflanzen aufgenommen und verwertet werden können. Das rege Treiben im Waldboden wird durch die unheimlich hohen Einwohnerzahlen unterstrichen:
So finden wir z.B. 1 Billion (das sind 1.000 Milliarden) Bakterien, etwa 1 Milliarde Pilze, 1 Million Bodenalgen, etliche Millionen an Wimpertierchen.

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