Fischotter
Die Rückkehr des Fischotters
Der Eurasische Fischotter (Lutra lutra) ernährt sich hauptsächlich von Fischen, aber auch Amphibien und kleine Säugetiere stehen auf seinem Speiseplan. Seine Anwesenheit kann zu Konflikten mit der Fischerei führen, da er die Fischbestände teilweise beeinflussen kann. Die Rückkehr des Fischotters ist jedoch ein positives Zeichen. Für sein Wohlbefinden sind sauberes Wasser, ein reichhaltiges Nahrungsangebot und strukturreiche Gewässer- und Uferbereiche unerlässlich, weshalb er als Leitart für naturnahe Seen- und Fließgewässer gilt.
Die letzten Nachweise des Fischotters in Südtirol stammen aus den späten 1950er Jahren an der Gader und am Sextnerbach. Im Jahr 2008 wurde nach all den Jahren erneut ein Fischotter im Grenzgebiet von Südtirol zu Osttirol bei Winnebach nachgewiesen. Um die Verbreitung des Fischotters in Südtirol zu überwachen, wurden verschiedene Projekte in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen durchgeführt. Bis zum Jahr 2022 erfolgten Nachweise im östlichen Teil des Landes, in der Drau und im Sextner Bach. Es wird angenommen, dass die Fischotter von der österreichischen Population stammen, die sich auf natürliche Weise ausbreitet.
Im Frühjahr 2024 starb ein erwachsenes männliches Otter Individuum im Eggental infolge eines Verkehrsunfalls. Das Tier könnte entweder vom Brenner über den Eisack oder vom Drautal über die Rienz eingewandert sein. Um die Verbreitung der Fischotter besser zu verstehen, wurde das Monitoring kürzlich ausgeweitet und intensiviert.
Das aktuelle Monitoring erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Landesfischereiverband Südtirol und wird vom Amt für Wildtiermanagement koordiniert. Bürger können Hinweise an das Amt für Wildtiermanagement (wildtiermanagement@provinz.bz.it) melden.