Waldfonds 2025-1 Schlanders & Laas
Standort: Gemeinden Schlanders & Laas - Höhenlage: 1.000 – 1.400 ü.d.M.
Projektbetrag: 25.000,00€ - Projektlaufzeit: 2025-2026
Ausgangssituation und Hintergrund
Die hochmontanen Fichtenwälder und die subalpinen Fichten-Lärchenbestände am Vinschger Nördersberg wurden in den Jahren 2022 und 2023 sehr stark vom Fichtenborkenkäfer (Ips typographus) befallen und geschädigt; in den Gemeinden Schlanders und Laas war sehr viel Schutzwald betroffen, das Schadholz wurde in der Zwischenzeit großteils entfernt.
Projektziele
- Wiederherstellung und Stabilisierung von Schutzwäldern durch Aufforstung mit klimaresilienten Mischbaumarten nach dem Borkenkäferbefall
- Anpassung der Wälder an den Klimawandel durch gezielte Einbringung zukunftsfähiger Baumarten
- Hydrogeologische Stabilisierung der durch Kahlflächen entstandenen Risikozonen
- Schutz der Aufforstungsflächen vor Wildverbiss mittels Zäunung
- Förderung der Bodenaktivität und des Nährstoffkreislaufs durch Artenvielfalt, insbesondere durch die Pflanzung von verschiedenen Laubbäumen
- Langfristige Sicherung der genetischen Vielfalt durch Anlage von Mutterbauminseln (Bäume für Samenproduktion)
Projektmaßnahmen
- Anpflanzung klimaresilienter Laubhölzer wie Bergahorn, Vogelbeere, Linden, Eichen, Kastanien in tieferen Lagen sowie Vinschger Trocken-Tanne, Weißkiefer, Bergahorn und Vogelbeere in höheren Lagen
- Gezielte Aufforstung der durch Borkenkäferbefall entstandenen Kahlflächen zur hydrogeologischen Stabilisierung und Verringerung von Erosion und Abflussbildung
- Schutz der Jungpflanzen durch wilddichte Umzäunung (Maschendraht, Höhe über 1,50 m)
- Regelmäßiges Aussicheln und Freischneiden im Pflanz- und Folgejahr zur Sicherung des Anwachsens und Überlebens der Jungpflanzen
- Verkürzung des Verjüngungszeitraums und Förderung der Artenvielfalt für einen widerstandsfähigen, zukunftsfähigen Wald
Vorgesehene Arbeiten
Auf den durch Borkenkäferbefall entstandenen Kahlflächen werden ausgewählte , steile Standorte mit Laub- und Nadelbaumarten aufgeforstet und durch Zäune geschützt. Besonders wertvolle Arten wie Winter- und Sommerlinden, Bergahorn, Vogelbeere und die Vinschger Trockentanne werden gepflanzt, um die Bodenaktivität, den Nährstoffkreislauf und die genetische Vielfalt zu fördern. Es entstehen drei Mutterbauminseln mit insgesamt rund 7.500 m² Fläche und etwa 1.000 gepflanzten Bäumen, die durch eine Zaunlänge von 600 m geschützt werden. Für eine erfolgreiche Aufforstung werden die gepflanzten Jungbäume mit Holzstecken markiert, um die Pflege in den ersten beiden Jahren zu erleichtern.
Finanzierung
Die Finanzierung des Projektes zur Schutzwaldsicherung, Biodiversitätssteigerung und Klimaanpassung der Waldbestände erfolgt über den Waldfonds.

