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Waldfonds 2026-2 Schutzwald Stilfes

Geschädigter Schutzwald mit hohem Anteil abgestorbener Nadelbäume
Geschädigter Schutzwald mit hohem Anteil abgestorbener Nadelbäume

Standort: Gemeinde Freienfeld                                            Höhenlage: 1.200 – 1.350 M ü.d.M.                             

Projektbetrag: 30.250,00€                                                                       Projektlaufzeit: 2026-2027

Ausgangssituation und Hintergrund

Das Projektgebiet ist ein Objektschutzwald von besonderer Bedeutung für die darunterliegende Penserjoch-Passstraße und die damit verbundene Verkehrsinfrastruktur. Durch den massiven Borkenkäferbefall kam es zu flächigem Ausfall der Altbestände und heute gibt es großflächig Bereiche mit fehlender oder stark lückenhafter Bestockung. Die Schutzwirkung des Waldes gegenüber Schnee-, Steinschlag- und Erosionsprozessen fehlt. Durch erhöhte Sonneneinstrahlung, Austrocknung des Bodens und verstärkte Oberflächenabflüsse wird die Stabilität des Standortes beeinträchtigt.  Die Schutzfunktion des Waldes muss daher möglichst rasch wiederhergestellt werden. Dies ist sowohl aus Sicherheitsgründen als auch im Sinne einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung von hoher Dringlichkeit.

Projektziele

Ziel des Vorhabens ist die rasche Wiederbewaldung der geschädigten Schutzwaldflächen sowie die nachhaltige Wiederherstellung eines stabilen, klimatoleranten und funktionsfähigen Schutzwaldes. Durch die Kombination verschiedener waldbaulicher und technischer Maßnahmen sollen die Schutzwirkungen des Waldes möglichst rasch wieder aufgebaut und langfristig gesichert werden.

Projektmaßnahmen

Dekorative Grafik

Technische und biologische Schutzwaldsanierung :

  • Auf den Schadflächen befindet sich teilweise noch stehendes Totholz mit stark eingeschränkter Stabilität. Diese Bäume stellen sowohl für die Durchführung der Aufforstungsarbeiten als auch für die Sicherheit der Verkehrsinfrastruktur ein erhebliches Risiko dar, da insbesondere in den Wintermonaten umstürzende Stämme unkontrolliert auf die Penserjoch Straße gelangen können; bereits bestehende technische Verbauungen bieten dahingehend nur eingeschränkten Schutz. Gefährliche Totholzbäume werden quergefällt, hoch abgestockt und wenn nötig entfernt.
  • Aufgrund der steilen Hanglagen und fehlender  Baumbestockung besteht ein erhöhtes Risiko für Gleitschneebewegungen. Diese können die Jungpflanzen erheblich beschädigen oder vollständig zerstören. Zur Sicherung der Aufforstungsflächen werden daher geeignete Schutzstrukturen gegen Gleitschnee – sogenannte Dreibeinböcke, errichtet. Diese erfüllen eine Doppelfunktion, einerseits vermindern sie die Gefahr schädlicher Schneebewegungen, andererseits schützen sie die Jungpflanzen in der besonders sensiblen Anwuchsphase.
  • Die Jungpflanzen werden im Pflanz- und Folgejahr zur Sicherung des Anwachsens und zum Schutz vor der Konkurrenzvegetation ausgesichelt und freigeschnitten;
  • Zur nachhaltigen Wiederherstellung der Schutzwirkung ist die Einbringung standortgerechter Mischbaumarten vorgesehen wie z.B. Bergahorn, Linden, Bergulme. Durch die Einbringung zusätzlicher Baumarten wird die ökologische Stabilität erhöht und die Anpassungsfähigkeit des zukünftigen Bestandes an die Klimaveränderungen verbessert. Die Mischbestände leisten zudem einen wesentlichen Beitrag zur Bodenverbesserung, zur Erhöhung der Biodiversität sowie zur Verringerung zukünftiger Schadensanfälligkeiten.
  • Durch den möglichen Wildeinfluss sind Schutzmaßnahmen für die Jungpflanzen notwendig. Die Aufforstungen werden daher zum Teil durch Wildschutzzäune sowie durch  Einzelschutzmaßnahmen gegen Verbiss- und Fegeschäden gesichert. Nur durch einen wirksamen Schutz kann der Anwuchserfolg gewährleistet und die angestrebte rasche Wiederbewaldung erreicht werden.

Vorgesehene Arbeiten

Wiederherstellung eines geschädigten Schutzwaldes an einem steilen Hang
Wiederherstellung eines geschädigten Schutzwaldes an einem steilen Hang
  • Schlägerung, Querfällung und Bringung von stehendem Totholz: 0,30 ha
  • Bau von Dreibeinböcken (Gleitschneeschutz): 90 lfm
  • Errichtung Wildschutzzäunen in schwierigem Gelände: 270 lfm
  • Aufforstung Mischbaumarten  (Lochpflanzung, schwieriges Gelände: 200 St.
  • Einzelschutz Forstpflanzen mit vorgefertigten Holzelementen: 50 St.

Die Kombination aus Totholzentnahme, Gleitschneeschutz, Aufforstung und Wildschutz ergibt ein Gesamtmassnahmenpaket, um die Schutzfunktionen des Waldes möglichst rasch wiederherzustellen und die langfristige Stabilität des Objektschutzwaldes sicherzustellen.

Finanzierung

Das Projekt umfasst Maßnahmen zur Verjüngung des Schutzwaldes, zur Anpassung an den Klimawandel sowie zur Förderung der Biodiversität in den betroffenen Waldbeständen. Da die Schutzfunktion des Waldes bereits beeinträchtigt ist, besteht dringender Handlungsbedarf. Werden die geplanten Maßnahmen nicht zeitnah umgesetzt, verzögern sich die Wiederbewaldung und die Wiederherstellung der Schutzwirkung weiter. Die Finanzierung des Projekts erfolgt über den Waldfonds mit einem Gesamtbetrag von 30.250,00 Euro.

Waldfonds 2026-2 Schutzwald Stilfes

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